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In acht von 16 Kirchengemeinden wurde am Sonntag gewählt

Neue Presbyterien werden im März in ihr Amt eingeführt

 

Am Sonntag, 5. Februar wurden in den Kirchengemeinden im Bereich der Evangelischen Kirche im Rheinland (EKiR) die Leitungsgremien, die Presbyterien, neu gewählt.

In den 16 Kirchengemeinden des Evangelischen Kirchenkreises Altenkirchen gibt es insgesamt 208 Presbyterstellen. Alle vier Jahre – immer im Jahr der Olympischen Spiele- werden die Frauen und Männer, die die Gemeinden leiten, neu gewählt. Unter den rund 42000 Mitgliedern im Kreis Altenkirchen sind rund 36500 Menschen wahlberechtigt (wahlberechtigt ist jedes konfirmierte Gemeindemitglied).

Rege Wahlbeteiligung, ein sehr hoher Briefwahlanteil, mancherorts sogar rekordverdächtig: So sah die Bilanz der Presbyteriumswahlen in 2008 aus. Die Kirchengemeinde Mehren schaffte es dabei mit rund 48,4 Prozent Wahlbeteiligung sogar im landeskirchlichen Vergleich ganz nach vorne aufs „Siegertreppchen“.

„Als rekordverdächtig geht die Wahl 2012 sicher nicht in die Geschichte ein“, bilanziert Pfarrer Hans-Jörg Ott die Wahlen 2012. Der stellvertretende Superintendent aus Birnbach erlebte zwar in seiner eigenen Gemeinde eine rege Wahlbeteiligung, aber in der Hälfte aller Kirchengemeinden des Kirchenkreises kam es diesmal erst gar nicht zum Urnengang. Diesmal schwankte die Wahlbeteiligung zwischen rund neun und 26,35 Prozent.

Daaden und Kirchen waren diesmal die beiden einzigen Kirchengemeinden, die eine „generelle Briefwahl“ anboten. Dort bekamen alle Wahlberechtigten die Briefwahlunterlagen direkt mit der Wahlbenachrichtigung zugesandt. Das sehr kosten- und zeitaufwändige Verfahren wird traditionell nur in wenigen Gemeinden gewählt.

Wahlsonntag in der evangelischen Kirche in Birnbach

Nach den Gottesdiensten gab es regen Andrang bei den Presbyteriums-Wahlen. Wie hier in Birnbach standen die Wahlberechtigten an, um sich einen Stimmzettel zu holen. Bereits im Vorfeld hatten dort – wie auch in den anderen Wahlorten – viele Wahlberechtigte auch ihre Briefwahlunterlagen eingefordert.

 

Wahlen teils nur in „Wahlbezirken“

Nur in den Kirchengemeinden Almersbach, Altenkirchen, Birnbach, Daaden, Friedewald, Hilgenroth, Kirchen und Schöneberg war „Wahltag“. Dort allerdings teilweise auch nur in einzelnen Wahlbezirken.

In den übrigen Kirchengemeinden konnten innerhalb der Vorbereitungsphase im Herbst 2011 nicht genügend Kandidaten gewonnen werden, so dass der Kreissynodalvorstand, das Leitungsgremium des Kirchenkreises, beschlossen hat, dass die Vorgeschlagenen „ausnahmsweise als gewählt gelten und ausnahmsweise auf eine Wahl verzichtet werden kann“.

 

Wahlwerbstand in Altenkirchen

Informationen rund um die Presbyteriumswahlen gab es im Vorfeld des Wahlsonntages am Markttag in Altenkirchen. Bei frostigen Temperaturen konnten an einem Infostand am Gemeindezentrum Wahlzeiten, Kandidateninfos, aber auch Allgemeines zur Wahl abgefragt werden. Außerdem gab es Luftballons für die kleinen BesucherInnen und viel Gelegenheit zum Austausch. Fotos: Petra Stroh

 

 

Hintergrund Presbyteramt/Wahlen

PresbyterInnen bestimmen gemeinsam mit den PfarrerInnen die Prioritäten und Aufgaben der Kirchengemeinde, sie entscheiden über die Finanzen und das Personal. So gibt das Presbyterium seiner Gemeinde Gesicht - auch in geistlicher Hinsicht. Beispielsweise entscheidet das Presbyterium über die Gottesdienstordnung seiner Gemeinde. Das Presbyterium ist kein Aufsichtsrat oder Kuratorium, sondern ein Leitungsgremium. Seine Entscheidungen orientiert es immer auch an geistlichen Kriterien.

Die Amtszeit der PresbyterInnen beträgt vier Jahre. Eine Gemeinde hat mindestens vier PresbyterInnen. Je nach Gemeindegliederzahl liegt ihre Zahl entsprechend höher. Die Staffelung regeln das Presbyterwahlgesetz bzw. seine Ausführungsbestimmungen. Grundsätzliche Regelungen über Presbyterien trifft die Kirchenordnung.

Wählbar sind alle evangelischen Gemeindemitglieder ab 18 Jahren, wahlberechtigt jedes konfirmierte Gemeindemitglied. Die Altersgrenze für das kirchliche Ehrenamt liegt bei 75 Jahren. Aufgrund des basisdemokratischen Aufbaus der Evangelischen Kirche im Rheinland hat die Arbeit im Presbyterium einen hohen Stellenwert. So wählt es zum Beispiel den Pfarrer oder die Pfarrerin, entscheidet unter anderem über die Konzeption der gemeindlichen Aufgaben, die Einstellung von Mitarbeitenden und die Verwendung der Kirchensteuermittel.

 

In diesen acht Kirchengemeinden gab es am 5. Februar Wahlen

(In Klammern jeweils die besetzten Presbyteriumsplätze und die gesonderten Plätze für Mitarbeitenden-Presbyter).

Wahlergebnisse:

ALMERSBACH (8/1). Gewählt wurden: Harald Bitzer, Fluterschen; Hans-Werner Kolb, Almersbach; Gerda Lauterbach, Fluterschen; Ina Löhr, Oberwambach; Matthias Ludwig, Gieleroth; Dr. Jens Otto, Almersbach; Oswald Schüler, Oberwambach und Marion Subat, Breibach gewählt. Die Wahlbeteiligung entsprach mit rund 23 Prozent der von 2008.

 

ALTENKIRCHEN (16/2): In Altenkirchen wurde nur in dem Wahlbezirk „Altenkirchen-Stadt -mit Leuzbach, Bergenhausen und Dieperzen“ noch folgende Mitglieder gewählt: Fred Heidepeter, Birnbach; Barbara Henn; Elke Lauterbach-Buchner; Gabriele Radmer; Bernd Schumann; Ulrike Thiel-Schmidt; Ernst-Walter Thomas und Christian Weiß (alle Altenkirchen).

Bereits gewählt waren im Wahlbezirk II Altenkirchen Land (alle Dörfer des Kirchspiels): Friedhelm Adorf, Heupelzen; Ute Berg, Heupelzen; Marianne Brag, Ingelbach; Irma Dressel, Michelbach; Heike Fuchs, Bachenberg; Elke Gestel, Helmenzen; Dr. Christoph Krämer, Busenhausen und Corinna Simmerkuß, Obererbach.

Ebenfalls bereits gewählt waren die Mitarbeitenden-Presbyter: Claudia Müller, Altenkirchen, und Axel Rahn, Ingelbach.

Die Wahlbeteiligung betrug knapp neun Prozent.

 

BIRNBACH( 14/2). In der Kirchengemeinde Birnbach gehören folgende Personen dem neuen Presbyterium an: Anja Barth, Hilkhausen; Dr. Werner Becker, Birnbach; Sybille Engelhardt, Wölmersen; Hartmut Gutacker, Hemmelzen; Rita Hähn, Weyerbusch; Thomas Hahn, Hasselbach; Klaus Wilhelm Hassel, Wölmersen; Andrea Heidtmann, Oberirsen; Julia Hilgeroth-Buchner, Birnbach; Andreas Marenbach, Weyerbusch; Gerd Marenbach, Birnbach; Clivia Schneider, Marenbach; Frank Schumann, Birnbach und Erhard Waßmuth, Oberölfen. Bereits gewählt waren die Mitarbeitenden-Presbyter Heike Koch, Birnbach und Erhard Schumacher, Birnbach. Die Wahlbeteiligung lag bei knapp 22 Prozent.

 

 

DAADEN.( 14/2). In Daaden besteht das neue Presbyterium aus: Erika Becker, Daaden; Heinz Dücker, Emmerzhausen; Dorothee Ginsberg, Daaden; Stefan Greis, Emmerzhausen; Jessica Hees, Niederdreisbach; Olaf Heß, Daaden; Julian Humpl, Derschen; Willi Jung, Daaden; Samy Luckenbach, Daaden; Achim Otterbach, Daaden; Alfred Röhlich, Niederdreisbach; Hildegard Stein, Daaden; Hella Waldow, Daaden und Hartmut Weller, Daaden.

Bereits gewählt waren die beiden Mitarbeitenden-Vertreterinnen Gaby Henrich, Biersdorf und Barbara Pottmann, Derschen.

Die Wahlbeteiligung betrug 22,5 Prozent.

 

 

FRIEDEWALD (8/1). In Friedewald (die Wahlbeteiligung lag hier bei 13,42 Prozent) wurden in geheimer Wahl Karl-Heinz Buhl und Pascal Weyand (Wahlbezirk Friedewald); Waltraud Flick und Rainer Uhr (Wahlbezirk Nisterberg) sowie Christa Grau, Ulrich Hees, Helmut Schütz und Diana Strunk (Wahlbezirk Weitefeld) gewählt.

Es gab keinen Kandidaten für die Mitarbeiterpresbyterstelle.

 

HILGENROTH (8/1). Hier wurden gewählt: Hannelore Henn, Helmeroth; Annette Heuser, Eichelhardt; Ursula Räder, Obererbach; Annette Rossbach, Isert; Reinhild Rossbach, Hofacker; Kurt Schumacher, Eichelhardt; Eckhard Weber, Eichelhardt und Brunhilde Winkler, Hilgenroth.

Als Mitarbeiterpresbyterin wurde Heike Schürdt aus Hilgenroth gewählt.

Die Wahlbeteiligung betrug 29,76 Prozent.

 

KIRCHEN (10/2). Nur im Wahlbezirk Kirchen fand eine Wahl statt. Dort wurden Helmgard Berg; Rüdiger Lange, Monika Lieth, Kerstin Mohr, Siegfried Schüttendiebel, Heidi Smura, Eberhard Stötzel und Karl-Hermann Stühn (alle Kirchen) gewählt.

Im Wahlbezirk Wehbach gab es keine Wahl. Hier gehören Gerlinde Lanfer und Joachim Morize automatisch zum Presbyterium, ebenso wie die Mitarbeitenden-Vertreter Claudia Jäger (Kirchen) und Marlies Kron (Kirchen).

Die Wahlbeteiligung lag hier bei 23 Prozent.

 

SCHÖNEBERG (8/1) In Schöneberg wurden folgende Presbyteriumsmitglieder gewählt: Uwe Birkenbeul, Schöneberg; Peter Dieck, Schöneberg; Andreas Haas, Neitersen; Barbara Hassel, Neitersen; Irmhild Klein, Bettgenhausen; Erika Pfeifer, Schönberg; Harald Schumann, Altenkirchen und Renate Walterschen, Seifen.

Bereits gewählt war die Mitarbeitenden-Presbyterin Erika Zimmermann, Niederölfen.

 

Gemeinden, in denen bereits vor dem 5. Februar die Mitglieder der neuen Presbyterien feststanden, weil die Zahl der Kandidaten den Sitzzahlen entsprach:

 

BETZDORF(12/1). Premiere in Betzdorf: Erstmals gab es hier keine Wahl, weil sich gerade ausreichend Kandidaten gefunden haben. Im neuen Presbyterium arbeiten künftig: Gisela Collins, Betzdorf; Waltraud Dingeldein, Wallmenroth; Anke Enners-Vogel, Betzdorf; Charlotte Horn, Betzdorf; Ute König, Wallmenroth; Reinhard Krüger, Scheuerfeld; Reinhard Lehmkuhl, Wallmenroth; Diethild Nassauer, Betzdorf; Bernd Salzer, Betzdorf; Simone Steup, Betzdorf; Karl Heinz Striegl, Betzdorf und Elke Zimmermann, Betzdorf.

Als Mitarbeiter-Presbyterin ist Ingrid Weinkopf, Betzdorf, im Amt.

 

FLAMMERSFELD (16/2). Das neue Presbyterium setzt sich zusammen aus:

Tatjana Bay, Strickhausen; Klaus Dahm, Kescheid; Beate Diels, Eichen; Stefan Fey, Kescheid; Sebastian Grimpe, Flammersfeld; Irmhild Hickmann, Eichen; Heidrun Hinz, Flammersfeld; Nadine Hübner, Orfgen/Hahn; Brunhilde Maurer, Reiferscheid; Manfred Pick, Flammersfeld; Werner Reik, Oberlahr; Clarissa Saynisch, Schürdt; Werner Schumann, Rott; Paul Seifen, Flammersfeld;

Ilse Supenkämper, Seelbach und Fritz Zeiler, Orfgen;

Als Mitarbeiterpresbyter wirken Renate Breitenbach, Püscheid und Claudia Müll, Walterschen, mit.

 

FREUSBURG (8/1) Hier gehören – ohne Wahl- dem neuen Presbyterium Georg Brachthäuser, Freusburg; Kai Dietzel, Niederfischbach; Gisela Gergen, Niederfischbach); Dieter Huft, Niederfischbach; Ulrike Sander, Niederfischbach; Edgar Schütze, Hinhausen; Roger Schwinzer, Freusburg, und Jens Steffenhagen, Niederfischbach; sowie Brigitte Schwan, Niederfischbach, als MA-Presbyterin an.

 

GEBHARDSHAIN (9/1). Die Gemeinde wird künftig von Manfred Beichler, Steinebach; Brigitte Diehl-Fuchs, Elkenroth; Hans-Walter Enders, Dickendorf; Jürgen Krupp, Fensdorf; Kerstin Puderbach, Elben; Ellen Stockschlaeder, Gebhardshain; Toni Stum, Altenkirchen/früher Malberg; Constance Tous, Molzhain und Hermann Zöller, Molzhain, sowie Michaela Sprünken, Gebhardshain, (MA-Presbyterin) geleitet.

 

HAMM (10/2). In Hamm sind künftig als Presbyter tätig: Frank Eitelberg, Breitscheidt; Manfred Geldsetzer, Hamm; Edith Heyden, Breitscheidt

Dietmar Koch, Hamm; Ulla Meyer, Forst; Bernhard Paul, Haderschen; Horst Pfeiffer, Hamm; Ursula Schneider, Bruchertseifen; Bernd Wenghoefer, Hamm und Rudolf Werner, Breitscheidt.

Mitarbeiterpresbyterinnen sind Bernhild Hoffmann, Hamm und Susanne Lützenkirchen, Etzbach.

 

HERDORF-STRUTHÜTTEN (8/1). Das neue Presbyterium besteht aus: Klaus Bachmann, Herdorf; Arne Limper, Neunkirchen; André Lopata, Neunkirchen; Marina Scheld, Herdorf; Birgit Schmidt, Herdorf; Denise Schmidt, Herdorf und Birgit Wallmeroth, Neunkirchen.

 

MEHREN (14/1). Neu bzw. wieder im Presbyterium sind: Elisabeth Bahlo, Forstmehren; Ilka Gippert, Mehren; Christa Bohne-Klein, Rettersen; Thomas Wiegel, Ziegenhain; Klaus-Peter Kath, Mehren; Ingo Küll, Mehren; Frank Schüler, Puderbach; Marion Hergesell, Mehren; Jasmin Kretzer, Hirz-Maulsbach; Ruth Müller, Kraam-Heuberg; Manfred Schmidt, Fiersbach; Werner Kuhnle, Mehren; Armin Seifen, Hirz-Maulsbach und Gudrun Klein ,Kraam.

Mitarbeiter-Presbyterin ist Beate Kohl, Kraam.

 

WISSEN (10/2). Im künftigen Presbyterium wirken Markus Bingel, Bitzen; Willi Burbach, Wissen; Christine Deger, Wissen; Arnim Hammann, Wissen; Heribert Heinz, Wissen; Kurt Höblich, Wissen; Jürgen Laumann, Wissen; Reinhard Suhre, Wissen; Hildburg Marie Thomas, Katzwinkel und Katja Thomas, Wissen, mit.

Manuela Jannsen und Adelheid Riethmüller (beide Wissen) sind die Mitarbeitenden-Presbyterinnen.

 

Die neuen Presbyterien werden in allen Kirchengemeinden in Gottesdiensten am 4. oder 11. März eingeführt.